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Interessantes aus der Welt der Multikopter

In 3 Schritten zum Gemälde


Sog. künstliche Intelligenz verbirgt sich hinter einem Webdienst der Cornell University im Staate New York, der aus einem Foto ein Gemälde macht, wenn man ihm nicht nur das Foto gibt, sondern auch das Bild eines Künstlers, damit er sich an dessen Stil orientiert. Links sind die drei Schritte dargestellt, die aus einem Foto ein Gemälde machen.

Schritt 1: Foto und Vorlage auswählen. Das Foto stammt vom Neujahrsprojekt der VHS-Luftbild-AG, als wir die Nagolder Burg zur blauen Stunde fotografierten. Die Vorlage ist von der Website eines Nagolder Künstlers entliehen (www.kunscht-art.de).

Schritt 2: Den Webdienst http://style.airi.kr/demo/ aufrufen. Foto links und Stilvorlage rechts hochladen, auf Painting klicken, kurz warten und das Ergebnis runterladen.

Schritt 3: Leider gibt der Webdienst die Ergebnisbilder nur in geringer Auflösung frei. Mit dem Webdienst https://www.imageenlarger.com/de.html kann man sie verlustfrei vergrößern. Das Ergebnis ist in der Tat nicht verpixelt, aber es wirkt irgendwie unscharf. Diesen Unschärfeeffekt habe ich mit Corel-Photopaint abgemildert bzw. aus der Not eine Tugend gemacht: Wenn man den Filter intelligente Unschärfe anwendet, zaubert Corel einen Effekt, der an Aquarelle erinnert und die Unschärfe somit wie gewollt erscheinen lässt.


Hier weitere Ergebnisse vom Testen des Webdienstes. Als Vorlagen wurden bekannte Künstler wie Picasso und van Gogh gewählt, die der Webdienst selber bereit hält.
Seit 3 Jahren bzw. seit 2016 machen zwei englische Brüder die nach meinem Geschmack besten Luftbilder. Ihre Website nennt sich www.abstractaerialart.com und bringt genau das zum Ausdruck, was ich an der Luftbildfotografie so schätze: Strukturen sichtbar machen, die man nur von oben sehen kann.
Das gesamte Portfolio der beiden gibt es schön übersichtlich auf Instagramm. Einen guten Eindruck vermittelt auch diese Seite und das in deutscher Sprache.
Nicht zu vergessen, das Video links, eine Art Selbstpräsentation. Unbedingt anschauen, die Brüder können nicht nur gut fotografieren!
Auch so kann man einen Multikopter fliegen: hier klicken
Das Video ist angeblich in Echtzeit zu sehen und geflogen wird mit FPV-Brille. Das macht die Sache etwas einfacher. Aber das so etwas möglich ist, hätte ich vor diesem Video nicht geglaubt.

Das hier ist auch nicht von schlechten Eltern: hier klicken.
Die Freiheit der Kunst ist scheinbar grenzenlos. Das ist prinzipiell sehr schön. Dass jedoch solche Aktionen möglich sind wie hier beschrieben, stößt mir als Amateur, der nur noch maximal lächerliche 100 m aufsteigen darf, etwas sauer auf.
Die Stuttgarter Zeitung hat darüber am 16. Januar 2018 berichtet. Wenige Tage zuvor muss sich das Ereignis abgespielt haben.
Der erste Multikopter, der Menschen transportieren kann, hat die Zulassung des Luftfahrtbundesamtes! Links auf das Bild klicken und der Firmengründer erzählt die unglaubliche Geschichte des Startups aus Karlsruhe. Es begann 2010 mit einer Frage im Forum von Mikrokopter.de und heute denkt man in der Schweiz und im Siliconvalley ernsthaft darüber nach, Multikopter aus Karlsruhe als Lufttaxis einzusetzen. Besonders schön finde ich bei dieser Präsentation, dass viele Details aus dem Nähkästchen erzählt werden, die sehr zum Verständnis der Funktionsweise solcher E-Hubschrauber beitragen und die zeigen, wie Begeisterung, gepaart mit Sachverstand und Tüfteltalent, zu Ergebnissen führen, die Experten vor 5 Jahren für unmöglich gehalten haben.
Was haben Multikopter und Surfbretter miteinander zu tun? Schauen Sie sich einfach mal das Video links an!
Der beste Kopter bzgl. des Preis-Leistungsverhältnisses ist für mich der Typhoon G von Yuneec. Warum?
1. Weil er sehr leicht zu fliegen und zu steuern ist (konkurrenzlos: die Drosselung der Maximalgeschwindigkeit, dadurch sehr feinfühlig zu steuern, ideal beim Filmen)
2. Weil er schwarz und relativ groß ist: damit kann er am Himmel besser und länger gesehen werden als die DJI-Modelle.
3. Weil er keine Kamera hat. Das mag als Argument grotesk klingen, aber die Yuneec-Kameras halte ich für ziemlich schlecht. Am schlimmsten ist deren unkontrollierbares Belichtungsverhalten, das mitten im Flug ohne Änderung des Bildausschnitts zu Farbverschiebungen Richtung Gelbstich führt.
Da lob ich mir den Typhoon G, da kann ich eine GoPro dranhängen, die in puncto Auflösung und Belichtungsverhalten kaum Wünsche offen lässt. Vor allem die Einstellung Narrow beim Filmen hat es mir angetan, da damit der Fisheyeeffekt kaum noch sichtbar ist und die Motive durch den natürlicheren Bildwinkel größer und damit besser rüberkommen.
Wer es noch natürlicher mag, muss tief in den Geldbeutel greifen und sich diese umgebaute GoPro kaufen: Hier klicken!

Ach ja, und was ich auch gut finde, ist die Tatsache, dass die GoPro sich von der Bodenstation aus nicht fernsteuern lässt. Dorthin wird lediglich das Livebild übertragen. Auch das klingt zunächst verrückt. Ich sehe es aber so: man wird beim Fliegen nicht abgelenkt und man verpasst garantiert kein Motiv, wenn man beim Filmen den Fotomodus aktiviert, z.B. im 5-Sekunden-Abstand. Dann macht die GoPro alle 5 Sekunden ein Foto und parallel filmt sie. Danach heißt es eben ausmisten. Allemal besser, als verpassten Motiven nachzutrauern.
Update zur Kamera:
Nun, Mitte Juni, liegen die Fakten auf dem Tisch: Die Kamera ist in der Randscharfzeichnung besser als von mir befürchtet, sie ist m.E. okay. Jedoch spinnt die Belichtungsautomatik nach wie vor. Sehr schön ist es in diesem Video zu sehen. Beachtenswert vor allem, wenn die Kamera vom Blick zum Boden aus zum Kreisel hin schwenkt: da kommt auf einmal wieder dieser yuneec-typische plötzliche Gelbstich. Dass diese Farbschwankungen immer noch existieren, ist einfach nicht tolerabel. Die Konkurrenz beweist doch, dass es besser geht. Zumindest eine manuelle Fixierung der einmal vom Piloten/Fotografen festgelegten Werte wäre schon sehr hilfreich.

Typhoon H heißt der neue Kopter von Yuneec. Ein in vieler Hinsicht atemberaubend gut ausgestattetes Gerät mit wieder einmal konkurrenzlosem Preis-Leistungsverhältnis. Jedoch mit einer Schwäche, die ich für so gravierend halte, dass zumindest ich den Kopter nicht kaufen würde. Doch der Reihe nach.

Links auf das Bild klicken und die Sensation wird sichtbar. Der Kopter hat ein Anti-Kollisionssystem an Bord. So etwas habe ich mir schon immer gewünscht. Wer mich näher kennt, weiß, warum ;-). (Hier ein neues Video, dass die Real-Sensetechnik sehr schön ab Minute 0:52 in der Praxis zeigt)

Die Technik dazu wurde in Deutschland entwickelt, bei asctec.de. Deren Kopter kosten 18.000 EUR aufwärts! Ob sie dieses Geld wert sind, kann jeder selbst beurteilen, indem er sich dieses Video anschaut.

So weit, so gut. Dass der Typhoon H ein Hexakopter ist, der auch noch fliegt, wenn ein oder zwei Motoren ausfallen, dass er leicht und kompakt ist, dass er autonom fliegen kann und dann auch noch zum empfohlenen VK von unter 1800 EUR inkl. Backpack angeboten werden soll, macht ihn scheinbar unwiderstehlich. Und das hochklappbare Landegestell mit der stufenlos um 360-Grad-drehbaren 4K-Kamera ist schlichtweg das i-Tüpfelchen.

Aber genau diese Kamera ist auch der Knackpunkt. Sie soll identisch mit der bisher beim Typhoon 500 verwendeten sein und damit ist sie der Konkurrenz von DJI klar unterlegen. Schade, wirklich schade ...

Lieferbar soll der Kopter ab März 2016 sein. Mit dieser Kamera an Bord juckt mich sein Erwerb jedoch nicht im geringsten!
Hier geht es zum ArtikelInteressanter Artikel vom 8. April 2016 aus der Hannoverschen Neuen Presse:

Landesbehörde fahndet nach Drohnensündern


Jetzt wirds ernst für das vermeintliche Spielzeug am Himmel: Die Landesbehörde für Verkehr verhängt Bußgelder, 
wenn sich die Besitzer von Drohnen nicht an die Vorschriften halten. Im Großraum Hannover sind die wegen des Flughafens besonders streng.
Interessanter Beitrag in der SWR-Landesschau zum Kopterabsturz Anfang Februar 2016 auf der Burg Hohenzollern. Im Juni 2013 bin ich dort mit meinem DJI 1 auch geflogen. Solch ein Unfall war damals ausgeschlossen, denn diesen Kopter konnte ich nur auf Sicht fliegen. FPV-Flüge waren damals noch etwas sehr Exklusives.
Davon abgesehen ist eine Funkreichweite von über 1,5 km mit diesem Gerät ohnehin nicht realisierbar, die Lightbridgetechnik des DJI 3 - ein solcher ist dort abgestürzt - steckte damals noch im Laborstadium.
Typisch deutsch, dass solch ein Rekord im Land der Raser aufgestellt wird: der schnellste Multikopter der Welt. Von 0 auf 100 km/h in 1,3 Sekunden! Wie das geht und wie es aussieht - vor allem, wenn man im Kopter "sitzt" und nach unten schaut :-) - im Video links.
Interessanter Artikel über ein Forschungsprojekt des US-Militärs für autonom fliegende Multicopter. Die im Artikel gleich zu Anfang bejubelte Geschwindigkeitsleistung ist m.E. weniger wichtig als die Fähigkeit des Kopters, Hindernissen auszuweichen. Dies tut er zwar alles andere als schnell und sicher, aber immerhin schafft er es. Die verbaute Technik ist nichts Geheimes, sondern "von der Stange" bzw. von Intel. Sie findet auch im neuen Yuneec H ihren Platz! Dazu ein ganz neues Video aus China, dass zeigt, wie sicher der Anti-Kollisionsschutz bei Typhoon H funktionieren soll. Wenn das nicht gefaked ist, Hut ab!
Schon manchmal habe ich gedacht, so ein Kopter müsste sich doch auch in, sagen wir mal, 100facher Größe bauen lassen. Andere sind da schon weiter, die träumen nicht nur, sondern setzen die Idee bereits um und zwar in Karlsruhe, bei der e-Volo GmbH. Deren Kopter soll mit einem Ultraleichtflugzeugführerschein geflogen werden dürfen. So möchte es jedenfalls der Hersteller und verhandelt derzeit mit den Zulassungsbehörden. Die gingen bisher davon aus, dass man als Pilot dafür einen Hubschrauberführerschein braucht. Das passt natürlich nicht zum Konzept dieses fliegenden und überdachten E-Bikes :-).

Der Kopter soll übrigens mit 100 km/h eine Stunde in der Luft bleiben können, durchaus praxistauglich, finde ich. Seine Anschaffungskosten sollen sich, so habe ich es mal gehört (daher ohne Gewähr), auf ca. 40.000 EUR belaufen. Ziemlich günstig, wenn man bedenkt, was eine Lokomotive kostet ... ;-).

Wem das Fliegen in einer Kabine zu spießig ist, der kann auf die Fertigstellung des ersten fliegenden Motorads warten, das Hoverbike.

Muss ein Quadrokopter zwangsläufig abstürzen, wenn ein Motor ausfällt bzw. ein Propeller bricht oder sich löst? An der ETH Zürich beschäftigt man sich u.a. mit dieser Frage. Links auf das Bild klicken und die Frage wird beantwortet.
100 Kopter tanzen zu Beethovens Fünfter. Ein Idee aus Österreich, realisiert zusammen mit Intel im Kontext mit der Ars Electronica, dem 1996 eröffneten "Museum der Zukunft" in Linz. Näheres dazu hier. Der Film zeigt in 5 Minuten, wie die Idee realisiert wurde. Wem das zu lange dauert: ab Minute 3:33 beginnt die Aufführung.
Wer kennt Sie nicht, die Straßenmusiker, die mehrere Instrumente gleichzeitig spielen. Für mich als Menschen, der nicht mal ein Instrument spielen kann, völlig unfassbar. Vielleicht könnte ich es immerhin schaffen, bei diesem Drohnenkonzert mitzuspielen. Scheint bewegungstechnisch nicht so schwer zu sein :-) und klingt erstaunlich gut ...

Ein Beitrag auf dem USA Science Festival 2014.

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